RV ADLER
Mönchengladbach Neuwerk 1901 e.V.

Geschichte

Die Gründung


Anfang Juli des Jahres 1901 waren es viele Bürger der Honschaft Engelbleck, die dem Radsport ein lebhaftes Interesse entgegenbrachten. Mit Argusaugen sahen die Radsportinteressenten auf das Wachsen und Blühen eines in Neuwerk – Hoven gegründeten Vereins mit Namen "Tempo". Aus irgendeinem Anlass gab es plötzlich in diesem Vereinfoto1 Meinungsverschiedenheiten, die wohl in keinem Verein ganz zu vermeiden sind. Infolgedessen traten verschiedene Mitglieder aus dem Verein aus. Dieses waren Heinrich Adrians, Robert Compes, Matthias Jansen und Heinrich Schmitz. Die Radsportliebhaber der Honschaft Engelbleck, Heinrich Compes, Heinrich Dreßen, Anton Könes, Johann Schlechtriem und Bernhard Weiland trafen sich per Zufall mit den oben genannten Herren an der Pongs'schen Fabrik, dem früheren Lagerplatz der Wehres'schen Holzschneiderei, später Sägewerk Döhmen und heute Getränkevertrieb Berger, Krefelder Straße, wo mit der seiner Zeit bekannten Vorliebe auf einem der dort liegenden Baumstämme Platz genommen wurde. Man diskutierte über die Gründung eines eigenen Radfahrvereines. Man berief daher eine öffentliche Versammlung in die ehemalige Wirtschaft "Zur Post " Inhaber A. Schlechtriem, Engelblecker Straße (in unmittelbarer Nähe der heutigen Gaststätte Ohlenforst). Die Versammlung erfreute sich über Erwarten regen Besuches. Schnell wurde in den Hauptpunkten allseitige Einigkeit erzielt, mit dem Resultat, dass der gefasste Plan zur Gründung einesfoto2 Radfahrvereins zur Tatsache wurde. Außer den vorgenannten Herren traten dem Verein als Mitglied bei, die Herren Mathias Reinardy, Heinrich Rippegarten und Wilhelm Schlechtriem.
Das neugeborene Radsportkind wurde getauft auf den Namen, "Adler", im Hinblick und in Würdigung des allgemein in der Honschaft Engelbleck bei Ausflügen mit begeistertem Interesse gesungenen Liedes "Bin ein stolzer Adler, schwingt sich in die Höh".
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Anton Könes, 2. Vorsitzender: Heinrich Compes, Fahrwart: Heinrich Schmitz, Schriftführer: Johann Schlechtriem, Kassierer: Matthias Jansen. Als Übungslokal wurde der zwischenzeitlich eingegangene Dockessaal (Brauerei Kothen, Engelblecker Straße, in Höhe der Hausnummer 172) auserkoren.






100 Jahre Radfahrverein „Adler“ 1901 Mönchengladbach Neuwerk e.V.


Neuwerk, heute ein Stadtteil von Mönchengladbach, ist Schauplatz des heutigen 100jährigen Jubiläums des Radfahrvereins "Adler". Vor etwa 850 Jahren wurde in diesem foto2Stadtteil das Benediktinerinnenkloster gegründet, das den Namen "Novum opus" erhielt, zu deutsch "Neues Werk", was dann schließlich zu dem Namen Neuwerk führte. Von alters her schon in grauer Vorzeit, gab es eine Anzahl von Siedlungen rund um das Kloster bis hin zu den am Sumpfland der Niers gelegenen Erhebungen, den Donken. Im Laufe des Mittelalters bildeten sich dann, infolge ausgedehnter Rodung foto2und Kultivierung Höfte und Honschaften, die zusammen-wuchsen und zu Beginn unseres Jahrhunderts immer mehr mit kleineren und größeren Industrieanlagen durchsetzt wurden. Trotz dieser Wandlungen und der sich immer weiter fortschreitenden Industrialisierung, wobei Einkaufszentren, Großbetriebe, wie Brauerei und Druckerei hinzukamen, ist der vorstadtörtliche Charakter in Neuwerk erhalten geblieben. Es ist daher erfreulich und erstaunlich, dass sich hier eine Kunst entfalten konnte, das Kunstradfahren, welche sich bis zum heutigen Tag auch nicht durch die fortschreitende Motorisierung verdrängen ließ. Der Radfahrverein "Adler" zählt im heutigen Jubiläumsjahr mit zu den erfolgreichsten Vereinen im Kunstradfahren. Mit nunmehr 105 Deutschen Meistertiteln in verschiedensten Disziplinen ist er weit führend vor jedem anderen Verein.foto2 Welchen Weg der Radsport bis zu seiner heutigen Entwicklung und Vollendung in den 100 Jahren des Vereinsbestehens gegangen ist, darüber will der Chronist dem Leser berichten.


Dies ist ein Auszug der Chronik vom RV Adler, anlässlich der 100 Jahresfeier 2001